EMS-Studios gibt es seit einigen Jahren immer mehr, auch in Bonn und den angrenzenden Städten. Teilweise mit gut einsehbarer Trainingsfläche hat sich der ein oder andere vielleicht schon mal gefragt, was die verkabelten Menschen da eigentlich sportlich treiben.

Deshalb stellen wir euch die wesentlichen Key-Facts zum EMS-Training vor.

1. Was ist EMS-Training?

EMS steht für “Elektrische Muskelstimulation” (bzw. Elektromyostimulation) und beschreibt damit schon fast vollständig was beim EMS-Training passiert. Eure Muskeln werden durch einen elektrischen Reiz stimuliert und Muskelkontraktionen sind die Folge.

Muskelstimulation mit Elektroden

Der elektrische Reiz erfolgt dabei über Elektroden am Körper, die in einer Weste und Bein, Arm und Po-Manschetten integriert sind. Für die Muskelkontraktion ist es erstmal unerheblich ob ihr dabei passiv bleibt oder euch bewegt. Der Effekt, der durch die elektrische Muskelstimulation entsteht wird aber durch aktive Bewegung unterstützt, weshalb in den EMS-Studios während der Stimulation Kraftübungen mit dem Körpergewicht oder auch Gewichten durchgeführt werden.

2. Seit wann gibt es EMS-Training?

Laut Wikipedia gibt es EMS-Training bereits seit den 70er Jahren. In Form von EMS-Studios für Freizeitsportler ist diese Art des Trainings aber erst die letzten 10 Jahre populär geworden. Am Anfang insbesondere in der Physiotherapie und im Leistungsport eingesetzt, zielt das Angebot in den EMS-Studios auch auf Freizeitsportler die Muskelaufbau betreiben oder betreiben möchten. Inzwischen gibt es häufig auch noch ein EMS-Cardioangebot.

Training im EMS-Studio

3. Wie wird im EMS-Studio trainiert?

Das Training läuft in den einzelnen EMS-Studios sicherlich nicht immer absolut identisch ab, aber das Grundprinzip ist beim EMS-Training immer gleich. Trainiert wird in spezieller Funktionsunterwäsche, vergleichbar mit einer langen Radlerhose und einem Funktions-Unterhemd. Für ein Probetraining bekommt ihr in der Regel Leih-Wäsche. Wer regelmäßig trainiert kann sich meist direkt im Studio mit der geeigneten Wäsche eindecken.EMS-Training

Darüber tragt ihr dann eine verkabelte Weste mit integrierten Elektroden und ebenfalls verkabelten Manschetten für Arme, Beine und Po damit alle wesentlichen Muskelgruppen über die Elektroden stimuliert werden können. Die Weste und Manschetten werden vorher übrigens nass gemacht.

Dann werdet ihr an eine Art EMS-Terminal angeschlossen und los geht’s!

Der Stromimpuls kommt dann in gleichmäßigen Intervallen, abwechselnd mit gleichdauernden Pausen. Während der Impuls-Phase macht ihr dann eure Kraftübungen. Ein Personal-EMS-Trainer begleitet euch dabei und zeigt euch die durchzuführenden Übungen. Länger als 20-30 Minuten dauert ein EMS-Training in der Regel nicht und ihr seid fertig. Wer das erste mal so trainiert, bekommt natürlich eine vorherige Einweisung und auch die Impulsstärke wird individuell eingestellt.

Und jetzt?

Ob EMS-Training effektiv ist oder auch effektiver als normales Krafttraining darüber gibt es viele Artikel und einige Studien. Eindeutig beantworten lässt sich das vor allem für Freizeitsportler vermutlich nicht so einfach.

Daher, probiert es einfach mal aus und bildet euch selbst eine Meinung! Die meisten EMS-Studios bieten kostenlose Probetrainings an und erzählen euch gerne mehr zu den Möglichkeiten und Trainingseffekten des EMS-Trainings. Und auch viele Fitnessstudios haben sich inzwischen ein EMS-Gerät angeschafft, dass ihr dann als Mitglied (meist gegen einen Zusatzbeitrag) nutzen könnt.

Und damit ihr direkt loslegen könnt, gibt es hier eine Übersicht der EMS-Studios in Bonn und Umgebung!

Sport-Bonn
Autor: Sport-Bonn

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